Hybridautos sind, schon alleine wegen ihres meist höheren Anschaffungspreises, vor allem bei jungen, männlichen Besserverdienern beliebt und stellen in gut gebildeten Kreisen eine Art Statussymbol dar. Umweltbewusstsein und Sinn für Nachhaltigkeit gelten als schick: Man kauft Bio-Lebensmittel, trägt Fair-Trade-Kleidung und fährt Hybrid. Wer es sich also leisten kann, genießt die Vorteile der Hybridfahrzeuge.

Pro und Kontra von aktueller Hybridtechnologie

Wer an Hybrid denkt, verbindet damit auch den Vorreiter dieser Technologie – den Toyota Prius.

Der größte aller Pluspunkte eines Hybridfahrzeuges ist natürlich sein geringerer Treibstoffverbrauch, der dank des zusätzlichen Elektroaggregates erreicht wird. So schont man die Umwelt und zugleich auch die eigene Geldbörse. Die unterstützende Wirkung des Elektromotors kommt in zahlreichen Situationen zum Tragen: Beim Anfahren und bei niedrigen Geschwindigkeiten reicht die Kraft des Elektromotors, was gerade im Stadtverkehr von Bedeutung ist. Außerdem werden durch die unterstützende Wirkung des Elektromotors bessere Beschleunigungswerte erreicht. Viele Hybridautos verfügen zudem über eine Bremsenergierückgewinnung, bei der überschüssige Bremsenergie wieder in den Elektromotor eingespeist wird.

Der Hybridantrieb hat Vorteile, keine Frage – aber die komplizierte Technik ist auch anfällig für Defekte.

Doch wie jede Medaille hat auch jene der Hybridautos eine Kehrseite. Auch wenn Hybridautos einen wichtigen Schritt in Richtung emissionsfreie Mobilität darstellen, sind sie dennoch nach wie vor auf fossile Brennstoffe angewiesen. Durch die komplizierte Technik und zusätzliche Komponenten wie Elektromotor und Batterien sind Hybridautos zudem anfälliger für Defekte. Hybridautos sind hauptsächlich für den Einsatz auf Kurzstrecken, etwa im Stadtverkehr, konzipiert. Auf langen Strecken wie Autobahnfahrten kann sich der ursprüngliche Vorteil des Hybridantriebes sogar in einen Nachteil verwandeln. Durch die Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor sind viele Hybridautos schwerer als Fahrzeuge mit herkömmlichem Antrieb, was sich beim Langstreckenbetrieb, bei dem nur der Verbrennungsmotor arbeitet, sogar negativ auf den Treibstoffverbrauch auswirken kann.

Wer also in der Stadt lebt und auch hauptsächlich dort mit dem Auto unterwegs ist, ist mit einem Hybridfahrzeug sicherlich gut beraten. Für alle jene, die hauptsächlich Langstrecken zurücklegen, ist ein Fahrzeug mit modernem Verbrennungsmotor, vor allem auch angesichts der Anschaffungspreise, womöglich noch immer die besserer Wahl.

Bilder: Hersteller / Toyota


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